HU und AU: Gut vorbereitet kommst du stressfrei durch den TÜV

Inhaltsverzeichnis

Jedes fünfte Auto fällt bei der Hauptuntersuchung durch! Nicht wegen kapitaler Motorschäden, sondern wegen Kleinigkeiten: eine defekte Glühbirne, ein zu geringes Reifenprofil, eine leuchtende Kontrolllampe im Cockpit. Vielleicht kennst du das Gefühl auf dem Weg zur Prüfstelle: „Hoffentlich finden die nichts.“

Die gute Nachricht: Die meisten HU-Mängel sind vorhersehbar – und mit der richtigen Vorbereitung vermeidbar. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du dein Auto fit für die Hauptuntersuchung machst und Nachprüfungen, Zusatztermine und unnötige Kosten vermeidest.

Was ist die HU – und was hat die AU damit zu tun?

HU steht für Hauptuntersuchung. Geprüft wird, ob dein Fahrzeug verkehrssicher, vorschriftsmäßig und technisch in Ordnung ist: Bremsen, Beleuchtung, Reifen, Fahrwerk, Karosserie und sicherheitsrelevante Systeme stehen im Fokus.

AU steht für Abgasuntersuchung. Sie prüft, ob dein Fahrzeug die vorgeschriebenen Emissionswerte einhält. Seit 2010 ist die AU fester Bestandteil der Hauptuntersuchung. Im Alltag sprechen viele trotzdem noch von „HU und AU“, weil sich die Bezeichnung über Jahre eingebürgert hat.

Kurz gesagt:

Übrigens: Umgangssprachlich sagen viele einfach „TÜV“, wenn sie zur Prüfstelle fahren. Gemeint ist damit die Hauptuntersuchung – unabhängig davon, ob sie bei TÜV, DEKRA, GTÜ oder einer anderen anerkannten Prüforganisation stattfindet.

TÜV Prüfer bei der Hauptuntersuchung in einer Werkstatt

Was bei der Hauptuntersuchung geprüft wird

Der Prüfer geht nicht zufällig vor – es gibt klar definierte Prüfbereiche:

Das heißt: Nicht nur offensichtliche Schäden fallen auf, sondern auch Funktionen, die im Alltag leicht übersehen werden. Eine defekte Glühbirne, schlechte Wischerblätter oder ein abgelaufener Verbandskasten klingen vielleicht nach Banalitäten, können aber die Plakette kosten.  

Gut zu wissen:
Die HU ist in der Regel alle zwei Jahre fällig – bei Neuwagen nach drei Jahren. Wann dein Termin ansteht, zeigt dir die Prüfplakette auf dem hinteren Kennzeichen: Die Zahl in der Mitte steht für das Jahr, die Zahl oben (12-Uhr-Position) für den Monat.

Technik braucht Profis: Bremsen, Fahrwerk, Bordelektronik oder emissionsrelevante Systeme lassen sich nicht immer zuverlässig selbst beurteilen. Werkstätten von OK Car-Service prüfen dein Fahrzeug vorab, erkennen typische Schwachstellen frühzeitig und helfen dir, unangenehme Überraschungen bei der Hauptuntersuchung zu vermeiden.

Zum Vergrößern anklicken

Selbstcheck vor der HU: Diese Punkte kannst du vorab prüfen

Du musst kein Fachwissen mitbringen, um dein Auto auf „den TÜV“ vorzubereiten. Viele Punkte lassen sich in wenigen Minuten selbst kontrollieren – und damit die häufigsten Durchfallgründe von vornherein ausschließen.

1

Beleuchtung prüfen

Geh einmal komplett ums Auto herum und teste Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Bremslicht, Rückfahrlicht, Nebelschlussleuchte und Kennzeichenbeleuchtung. Am einfachsten geht das abends mit einer zweiten Person.

2

Reifen ansehen

Achte auf ausreichende Profiltiefe, sichtbare Schäden, Risse, Beulen oder eingefahrene Fremdkörper. Auch ungleichmäßiger Verschleiß kann auf tieferliegende Probleme hinweisen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern. Für mehr Sicherheitsreserve, gerade bei Nässe, sollte es möglichst nicht erst bis zum Minimum kommen.

3

Warnlampen im Cockpit ernst nehmen

Leuchtet eine Kontrolllampe dauerhaft, solltest du das vor der HU prüfen lassen. Besonders relevant: Hinweise zu ABS, Airbag, Bremssystem oder Motormanagement.

4

Scheibenwischer und Waschanlage kontrollieren

Wischerblätter sollten sauber abziehen, die Scheibenwaschanlage zuverlässig funktionieren. Schlieren, Rubbeln oder ein leerer Wischwasserbehälter lassen sich vor der HU einfach beheben.

5

Frontscheibe checken

Steinschläge oder Risse im Sichtfeld können problematisch werden. Kleine Schäden solltest du rechtzeitig beurteilen lassen, bevor daraus ein größeres Thema wird.

6

Spiegel und Kennzeichen ansehen

Sind die Spiegel unbeschädigt? Ist das Kennzeichen gut lesbar und die Kennzeichenbeleuchtung intakt?

7

Hupe testen

Wird gern vergessen – gehört aber zum Pflichtprogramm.

8

Flüssigkeiten prüfen

Wird gern vergessen – gehört aber zum Pflichtprogramm.

9

Pflichtausstattung kontrollieren

Im Fahrzeug vorhanden und in Ordnung sein sollten:

10

Unterlagen bereitlegen

Für die HU brauchst du die Zulassungsbescheinigung Teil I. Bei Umbauten oder Anbauteilen können zusätzliche Nachweise erforderlich sein.

Jetzt Vorcheck bei OK Car-Service sichern

Wann du vor der HU besser in die Werkstatt solltest

Nicht alles lässt sich zuverlässig selbst beurteilen. Gerade bei sicherheitsrelevanten Themen ist Fachwissen gefragt. Ein Werkstatt-Vorcheck lohnt sich besonders, wenn

Ein professioneller HU-Vorcheck umfasst genau die Bereiche, die beim TÜV auf dem Prüfstand stehen:

Der Vorteil liegt auf der Hand: Mängel werden erkannt, bevor sie im Prüfbericht stehen. Das bedeutet keine Nachprüfungsgebühr von rund 30 Euro, keinen zweiten Termin und keinen unnötigen Zeitdruck. Vereinbaren Sie deshalb am besten frühzeitig einen Termin bei einem OK Car-Service Partner in Ihrer Nähe.

Abgas Check bei der AU bei einem OK Car-Service Partner

Termin rechtzeitig planen: So gehst du clever vor

Die beste Vorbereitung hilft wenig, wenn du zu spät reagierst. Wer erst kurz vor Ablauf der Plakette einen Vorab-Check bucht, gerät schnell unter Zeitdruck – und hat keinen Puffer mehr für Reparaturen.

So planst du sinnvoll:

Wer die HU-Frist jedoch überzieht, muss mit Konsequenzen rechnen: Ab zwei Monaten Überschreitung kann ein Aufschlag auf die Prüfgebühr anfallen, bei einer Polizeikontrolle droht zusätzlich ein Verwarnungsgeld.

Entspannt zur HU – jetzt Werkstatt in deiner Nähe finden

Erst Werkstatt oder direkt zur Prüfstelle?

Beides ist möglich – entscheidend ist der Zustand deines Autos.

Direkt zur Prüfstelle passt, wenn

Erst zur Werkstatt passt, wenn

Viele Werkstätten kooperieren übrigens direkt mit TÜV, DEKRA oder GTÜ. Das heißt: Du gibst dein Auto ab, Mängel werden behoben, der Prüfer kommt ins Haus. Am Ende holst du dein Auto mit frischer Plakette ab. Praktischer geht’s kaum.

Wer gut vorbereitet ist, fährt entspannt zur HU

Die Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung muss nicht kompliziert sein. Licht, Reifen, Warnlampen, Wischer, Flüssigkeiten, Pflichtausstattung – wenn du diese Punkte vorab im Blick hast, hast du schon viel gewonnen. Und wenn du trotzdem unsicher bist, ob dein Auto über den TÜV kommt, lass einfach die Werkstatt vorher draufschauen. So fährst du nicht mit Bauchschmerzen, sondern mit einem guten Gefühl zum Prüftermin – und kommst im besten Fall mit frischer Plakette wieder raus.

Übrigens:

Wer sein Auto rundum fit machen will, sollte auch die Elektrik nicht vergessen. Eine schwache Batterie fällt zwar nicht direkt unter die HU-Prüfpunkte, eine leuchtende Batteriewarnlampe schon. Alles zur Batteriepflege, richtigen Starthilfe und den wichtigsten Ladegewohnheiten liest du hier: Autoelektrik und Batteriepflege: So bleibt deine Autobatterie fit

FAQ zur Vorbereitung von HU und AU

In der Regel etwa 30 bis 45 Minuten, je nach Fahrzeug und Prüfumfang.

Meist genügt die Zulassungsbescheinigung Teil I. Bei Umbauten oder Anbauteilen können zusätzliche Unterlagen nötig sein.

Nein. Die AU ist seit 2010 Bestandteil der Hauptuntersuchung – eine separate AU-Plakette gibt es schon lange nicht mehr.

Es wird zunächst keine Plakette erteilt. Nach der Reparatur musst du innerhalb der vorgegebenen Frist zur Nachprüfung – die kostet in der Regel rund 30 Euro.

Bei erheblichen Mängeln gibt es keine Plakette, das Fahrzeug darf aber noch bewegt werden. Bei gefährlichen Mängeln wird die Plakette entfernt – das Auto darf dann gar nicht mehr auf die Straße.

Viele einfache Punkte kannst du selbst kontrollieren. Bremsen, Fahrwerk, Unterboden oder elektronische Fehler gehören in Profihände.

Vor allem bei älteren Fahrzeugen oder wenn du unsicher bist: ja. Ein Vorcheck kostet meist zwischen 30 und 50 Euro – und wird häufig angerechnet, wenn du danach Reparaturen in derselben Werkstatt machen lässt.

AUTOVERSTEHER-WISSEN

1

Erste HU nach drei Jahren – dann alle zwei

Die erste HU bei Neuwagen ist nach 36 Monaten fällig, danach alle 24 Monate. Wer ein Fahrzeug gebraucht kauft, sollte den nächsten Termin direkt beim Kauf prüfen – und sofort in den Kalender eintragen.

2

Licht aus – Plakette weg

Lichtmängel gehören seit Jahren zu den häufigsten HU-Beanstandungen. Defekte Lampen oder falsch eingestellte Scheinwerfer wirken banal, sind aber klassische Gründe dafür, ohne neue Plakette nach Hause zu fahren.

3

Zu spät? Wird teurer

Wer die HU deutlich überzieht, muss mit Zusatzkosten rechnen. Bei mehr als zwei Monaten Überschreitung kann ein erweiterter Prüfaufwand mit Aufschlag anfallen – bei Polizeikontrolle drohen zusätzlich Verwarn- oder Bußgelder.

4

Inspektion ≠ HU-Garantie

Auch ein regelmäßig gewartetes Auto besteht die Hauptuntersuchung nicht automatisch. Denn dort wird zum Prüfzeitpunkt die Verkehrssicherheit und Vorschriftsmäßigkeit bewertet – nicht der Wartungsstand.

Jetzt Vorcheck sichern

Mehr Artikel entdecken

Der Autoversteher Header

Der Autoversteher – Alles, was dein Auto dir nicht sagt

Auto-Wissen, das dir wirklich weiterhilft – bequem per E-Mail oder jederzeit in unserem Autoversteher-Blog. Melde dich jetzt an und verpasse keinen Artikel mehr.

Datenschutz*
 

Du hast Fragen oder benötigst Hilfe? Kontaktiere uns über das Formular.

* Pflichtfeld
Deine Kontaktdaten werden automatisch übermittelt.